Veröffentlicht in Allgemein, Schulalltag

Von leeren Kaffeebechern und vollen Kaffeemaschinen

Einmal im Monat gibt es sie, die faulen Mittwoche. Immer dann, wenn ich keines meiner drei Module habe und mir auch kein „Wahlpflicht“-Modul ins Haus steht, ist mir in meinem LiV-Dasein ein freier Mittwoch gegönnt. „Wahlpflicht“-Module sind im Übrigen genau so gemeint, wie ich sie notiert habe: mit großen Gänsefüßchen. In den meisten Fällen besteht die einzige Wahl darin, ob ich das Modul an dem Tag der Ankündigung wähle oder am Folgetag – es ist also alles relativ. Aber da die Wahlmodule nun ohnehin abgeschafft sind, erübrigt sich ja die Diskussion, wie sinnvoll oder nicht sinnvoll diese Bezeichnung war.

Zurück zum Thema: die freien Mittwoche. 24 Stunden, während derer man tun und lassen kann, was man möchte, während derer man alle Aufgaben erledigen kann, die sich über die Wochen angesammelt haben. 24 Stunden, während derer in einer stressfreien Umgebung nach- und vorbereiten kann, und während derer man alle privaten Dinge einschieben kann, für die man sonst nie Zeit hat. Stunden, um Freunde zu treffen, auszuschlafen, gemütlich 2-3 Tassen Kaffee zu trinken, Hefte zu korrigieren, die Wohnung auf Zack zu bringen, Tests durchzusehen, Arbeiten zu konzipieren, sich eine Wellness-Behandlung zu gönnen, Einhörner zu suchen – sprich, ein Tag der schneller vorbeigeht als jeder andere, und an dessen Ende man nichts, aber auch gar nichts geschafft hat, weil man viel zu sehr damit beschäftigt war, sich entspannen zu wollen.

Gestern war es mal wieder soweit: zu dem Status „seminarfrei“ gesellte sich auch noch ein „sturmfrei“, weil meine beiden Mitbewohnerinnen für ein paar Tage außer Haus waren. Mein Plan stand schon am Dienstag, und ich freute mich direkt darauf, am Mittwoch produktiv sein zu können. Ausnahmsweise mal. Dann blinzelte ich einmal und schon war es 22 Uhr. Ups. Schon wieder ein freier Tag dahin. Dabei fing er gut an: ich wachte ausgeruht auf, stellte die Kaffeemaschine an und machte mir in aller Ruhe ein schönes Frühstück. Dann schmiss ich die erste von 3 Ladungen Wäsche in die Maschine und schob meinen Arbeitsstapel erfolgreich von links nach rechts. Die Kekse wanderten von rechts nach links. Zack, Ernährung nebenbei auch noch umgestellt.

Gegen Mittag, als ich am PC vor mich hindümpelte, wunderte ich mich, warum ich nur so müde war. Schließlich hatte ich doch meinen Kaffee getrunken………moment. Da beschlich mich ein Verdacht. Auf Zehenspitzen, um die Maschine nicht zu erschrecken, schlich ich in die Küche, und da stand sie. Die volle Kaffeemaschine. Die seit vier Stunden darauf wartete, dass ich ihr endlich die braune Brühe abnahm. Das erklärte natürlich einiges. Trotzdem war der Enthusiasmus erstmal verschwunden, und wurde auch nicht mehr gesichtet. Schade eigentlich…

Nun steht das nächste Wochenende vor der Tür, und zum zweiten Mal in Folge werde ich kaum zum Arbeiten kommen, weil ich wieder nach Hause zu meiner Mutter fahre. Nachdem wir letztes Wochenende ihren runden Geburtstag groß gefeiert haben, steht nun an diesem Wochenende mein eigener, semi-runder, Schlüpftag an. Ihr könnt es euch sicher nur schwer vorstellen, aber ich habe keine große Lust, während meines Ehrentages am Schreibtisch zu sitzen und Stundenverlaufsskizzen zu entwerfen. 😉 Deshalb muss ich theoretisch morgen früh vorarbeiten, insbesondere da sich mein Arbeitstag um die Hälfte verkürzt hat und ich schon um 10 Schluss habe, anstatt erst um 1 die „Anstalt Schule“ zu verlassen. Zumindest ist das der aktuelle Stand. Diese Woche wurden schon mehrere Klassen kurzfristig mit meiner vertretungsweisen Anwesenheit beglückt, ich sollte also den Ball flach halten…

Für mein neues Lebensjahr wünsche ich mir Tipps und Tricks, meine Produktivität zu steigern und freie Tage sinnvoll zu nutzen, anstatt mich nur immer zu beklagen, dass sie so schnell vorbei sind. Suggestions, anyone ?

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